Hubert hat eine Botschaft für alle, die vom Sudern müde sind – vom Sich-Beklagen über den Partner, die Familie, die Kollegen. Sie ist unbequem und befreiend zugleich: Der Fehler ist nicht da draußen. Es ist nicht der Partner, der mich frustriert, der meine Erwartungen nicht erfüllt. Es ist mein Geist. Mein Denken über den Partner, über die Welt, über die Menschen, die mich umgeben. Das ist mein Problem – und dieses Denken kann sich verändern. Genau dafür ist die Geistesschulung des Kurses da.
Sudern verändert nichts
Wir können uns zehntausendmal über das Wetter beklagen. Am Wetter wird es uns am klarsten: Beklagen verändert nichts. Und genauso wenig werden wir einen Menschen verändern, indem wir uns über ihn beklagen. Sudern ist vergebliche Energieverschwendung.
Was wir verändern können, ist unser Geist, unsere Sichtweise. Die Veränderung passiert nicht draußen, sie passiert in mir – und wenn sie in mir passiert, passiert sie auch draußen. Weil das Außen nur ein Spiegelbild ist, ein Bild meines Geisteszustands. Ein spanischer Fußballspieler, den Hubert in einem Interview sah, sagte über die Konflikte in der Welt: Die Menschen fühlen sich unverbunden, sie wissen nicht mehr, wer sie sind, sie verlieren sich in der Flut der Information und bleiben nicht bei sich. Frieden ist ein innerer Zustand. Es ist eine Wahl, und wir sind für unseren Geist verantwortlich.
Was Vergebung wirklich heißt
Hubert erzählt von Berichten aus Konzentrationslagern. Einer der Überlebenden kam innerlich unversehrt heraus. Als man ihn fragte, wie das möglich sei, sagte er: Er habe nur vergeben. Er hat sich mit den Aufsehern im Geist und im Herzen verbunden, sich nicht dagegen gewehrt, sich nicht als Opfer gefühlt, nicht gekämpft und nicht verurteilt. Er hat eine andere Geisteshaltung gewonnen.
Das ist Vergebung, wie der Kurs sie meint: kein Gutheißen, kein Vergessen, sondern das Niederlegen der Deutung, die mich gefangen hält. Lektion 121 sagt: »Vergebung ist der Schlüssel zum Glück.« Nicht der Schlüssel zum Frieden mit dem anderen – der Schlüssel zu meinem Glück.
Und Nelson Mandela, den Hubert im Film Invictus sah: 27 Jahre Gefängnis. Gefragt, wie er so mit sich im Reinen sein könne, antwortete er: Die 27 Jahre haben mich gelehrt, dass Aufstände nichts bringen und Gewalt nichts bringt – sondern nur Frieden, Einfühlungsvermögen für die Mitmenschen und Gütigkeit. Hubert erzählt das nicht, um Leid zu relativieren, sondern um zu zeigen, wozu ein Geist fähig ist, der sich entscheidet.
Wie schließe ich Frieden mit einer Situation?
Eine Frage, die Hubert oft bekommt: Ich will Frieden schließen, aber ich bin mit der Situation nicht zufrieden. Was kann ich tun? Seine Antwort: Deinen Geist verändern, deine Sichtweise. Dein Denken über die Situation ist die Ursache deines Unfriedens – nie die Situation selbst, sondern die Bedeutung, die du ihr gibst. Und wir geben sie immer aus einer erfahrenen Vergangenheit heraus. Die Situation kann bedrohlich wirken oder Konflikte auslösen; aber ich kann meinen Geist darüber verändern. Dafür hat der Kurs genaue Anleitungen – Tag für Tag.
Ehrlichkeit: Keine Notlügen mehr
Ein Thema, das Huberts Leben verändert hat, ist Ehrlichkeit. Früher verwendete er Notlügen – wer kennt das nicht. Und jedes Mal fühlte er sich danach schlecht, schuldig. Irgendwann sagte er: Ich will das nicht mehr. Ich will mich ganz zeigen, mich vollkommen öffnen – dem Partner, dem Sohn, allen Mitmenschen. Vollkommen ehrlich werden.
Dieses Ehrlichwerden hat ihm ein riesiges Geschenk gemacht: Er fühlt sich gut. Er fühlt sich nicht mehr schuldig. Solange wir Notlügen verwenden, fühlen wir uns schuldig – und der Preis dafür ist zu hoch. »Ich will mich nicht schuldig fühlen. Ich will mich geliebt fühlen.« Nur wer sich vollkommen zeigt, kann sich geliebt fühlen – denn nur dann weiß er, dass es ihn selbst trifft.
Der Kurs sagt: Vollkommen wahrhaft und ehrlich zu sein, führt dich direkt zum Frieden. Ehrlichkeit ist deshalb keine moralische Forderung. Sie ist die schnellste Form der Vergebung – man muss sich nichts vergeben lassen, was man nie verborgen hat.
Drama, Telenovelas und Horrorfilme
Warum interessieren sich Menschen so für Horrorfilme und Telenovelas? Weil man sich mit Drama so gut identifizieren kann, sagt Hubert, der in Mexiko zehn Jahre lang zusah, wie Drama im Fernsehen und im Leben dieselbe Sprache sprach. Wir vergessen, dass uns das nicht guttut. Dabei könnten wir uns eine andere Geschichte erzählen: Ich bin ein Lichtwesen, ein göttliches Wesen, total im Licht. Das ist unsere Natur. Aber wir erzählen uns Geschichten von Kleinheit. Die harte Wahrheit über Drama ist, dass wir es wählen – und dass wir es lassen können.
Verliebtsein: Der Moment ohne Geschichten
Wenn du je den Moment erlebt hast, vollkommen verliebt zu sein, dann hattest du in diesem Moment keine Probleme. Du warst nicht in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, nur auf diesen Menschen konzentriert – alle alten Geschichten losgelassen. Dann kommt in Beziehungen irgendwann die Entliebungsphase, das Alte kriecht hinein, und das große Verliebtsein ist vorbei. Und der Mensch denkt: Jetzt brauche ich wieder einen anderen.
Der Kurs zeigt einen anderen Weg: den Zustand des Verliebtseins – Gegenwart, Offenheit, keine Geschichten – nicht vom anderen abhängig zu machen, sondern zu lernen, ihn selbst herzustellen. Dann wird aus Verliebtheit Liebe, und die hat keine Phasen.
Geben und Empfangen
Ein Prinzip des Kurses, das Hubert lange unglaublich fand: Geben und Empfangen sind dasselbe. Der amerikanische Kurslehrer David Hoffmeister wurde gefragt, wie ein Kursschüler auf Inflation und steigende Preise reagieren solle. Normalerweise mit Angst, Gürtel enger schnallen. Aber ein Kursschüler erkennt: Je mehr er geben darf, desto mehr kann er empfangen. Das ist das Gesetz. In Beziehungen heißt das: Was ich beim anderen vermisse – Aufmerksamkeit, Wärme, Ehrlichkeit –, ist genau das, was ich zuerst geben kann. Und dann kommt es zurück.
Gemeinsam statt einsam
Das Motto des Kurses, wie Hubert es lebt: gemeinsam statt einsam. Lass uns verbinden, zusammenkommen, uns erinnern, wer wir wirklich sind. Auf Seminaren erfahren Menschen eine tiefere Verbindung – und sagen dann: Zu Hause fühle ich mich wieder einsam. Hubert antwortet: Wenn du einmal erfahren hast, was tiefere Verbindung ist, kannst du in dieser Verbindung leben. Dann wird das Gefühl von Einsamkeit immer weniger, weil du dich immer mehr verbunden fühlst.
Der liebevolle Gedanke über meinen Nächsten ist der liebevolle Gedanke über mich. Das ist der ganze Kurs in einem Satz – und das ist, was Hubert mit Menschen im Coaching übt, wenn eine Beziehung sie müde gemacht hat. Die Videos oben sind der Anfang. Der Rest ist Praxis.
Häufige Fragen
Heißt Vergebung, dass ich alles hinnehmen muss?
Nein. Vergebung im Sinn des Kurses ist kein Gutheißen von Verhalten, sondern das Loslassen der Deutung, die mich krank macht. Hubert erzählt von einem KZ-Überlebenden, der unversehrt herauskam, weil er sich innerlich nicht als Opfer definierte – nicht, weil er die Taten billigte. Man kann Grenzen setzen und trotzdem im Frieden bleiben.
Mein Partner erfüllt meine Erwartungen nicht. Wie soll da Frieden entstehen?
Hubert ist da sehr direkt: Es ist nicht der Partner, der dich frustriert. Es ist dein Denken über den Partner. Das klingt hart und ist eine Befreiung – denn dein Denken kannst du verändern, den Partner nicht. Viele Paare, mit denen Hubert arbeitet, erleben genau dann Veränderung beim anderen, wenn sie aufhören, sie zu fordern.
Was hat Ehrlichkeit mit Vergebung zu tun?
Jede Notlüge erzeugt Schuld – und Schuld ist das Gegenteil von Frieden. Hubert hat sein Leben verändert, indem er aufhörte, Notlügen zu verwenden, und sich ganz zeigte – dem Partner, dem Sohn, den Mitmenschen. Wer nichts verbergen muss, muss sich nichts vergeben lassen. Ehrlichkeit ist Vergebung im Voraus.
Ist Verliebtsein nicht auch nur eine Phase?
Hubert beschreibt Verliebtsein als Moment, in dem alle alten Geschichten losgelassen sind – keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur dieser Mensch. Dass die Phase endet, liegt daran, dass die Geschichten zurückkommen. Der Kurs zeigt, wie man diesen Zustand nicht vom anderen abhängig macht, sondern selbst herstellt.