Kennst du das Wort Gedankenlawine? Morgens geht es los: E-Mails beantworten, den einen anrufen, die andere zurückrufen, das Essen vorbereiten, die Jausenpakete für die Kinder. Ein Gedanke zieht den nächsten nach, und noch bevor der Tag begonnen hat, fühlst du dich gestresst und verwirrt. Hubert kennt diesen Zustand aus Jahren. Irgendwann war er einfach müde davon – nicht von der Arbeit, sondern von den Gedanken. Und er bat um eine Alternative: Klarheit. Stille im Geist – nicht nur in der Meditation, sondern mitten im Gespräch.
Der wichtigste Satz: Ein ungeschulter Geist kann nichts erreichen
Für Hubert ist es einer der wichtigsten Sätze im Kurs: Ein ungeschulter Geist kann nichts erreichen. Ein Geist, der sich immer wieder dieselben Leidensgeschichten erzählt, kommt nicht vom Fleck. Solange ich mir bestätige, wie schlimm es mir geht und wie schlecht es das Schicksal mit mir meint, passiert nichts. Es wiederholt sich – ein ums andere Mal. Dieser Geist wird immer im Leiden sein, sich immer schuldig fühlen, immer im Mangel, immer unglücklich.
Warum? Weil er sich selbst verletzt: mit den eigenen Gedanken, den eigenen Erwartungen, der eigenen Verwirrtheit und Ungewissheit. Da kann ich nichts erreichen. Immer mehr Menschen kommen an den Punkt, an dem sie sagen: So kann es nicht weitergehen. Das ist nicht Leben, das ist Überlebenskampf. Ich brauche dringend Veränderung – jemanden, einen Geistestrainer, einen Mentalcoach, der mir zeigt, dass es einen anderen Weg gibt.
Die gute Nachricht steckt im Wort selbst: ungeschult. Man kann ihn schulen. So, wie jeder einmal lesen und schreiben gelernt hat, kann jeder lernen, seinen Geist zu verändern – über Situationen, über Personen. Die Personen und Situationen selbst kann ich nicht verändern, da kann ich mich noch so lange beklagen. Aber ich kann meinen Geist darüber verändern. Ich kann frei werden von den alten Bedeutungen, die ich allem gegeben habe, und zu gegenwärtigem Glück zurückkehren. Dafür gibt der Kurs jeden Tag eine neue Idee an die Hand – eine Lektion.
Es gibt keine nichtigen Gedanken
Der Kurs sagt, es gibt keine nichtigen Gedanken. Alles, was ich denke – über mich, über meine Nächsten, über die Welt, über meine Mutter –, löst meine Gefühle aus. Das Denken kommt zuerst, dann kommt das Fühlen. Wenn ich das Fühlen verändern will, muss ich zuerst mein Denken verändern. Das nennt der Kurs Geisteswandel. Und deshalb heißt er Kurs in Wundern: Ein Wunder ist ein Geisteswandel, eine Veränderung der Wahrnehmung. Nichts Übernatürliches – aber etwas, das alles verändert.
Du wählst deine Gefühle
Daraus folgt eine der wichtigsten Aussagen des Kurses, wie Hubert sie versteht: Jedes Gefühl ist eine Wahl. Nicht die Gefühle wählen uns – wir wählen unsere Gefühle. Wir laufen unbewusst durch die Welt und merken nicht, dass Angst eine Wahl ist. In derselben Situation könnte ich genauso vollkommen im Frieden sein.
Das andere ist Opferdenken: Andere bestimmen über mich. Weil mein Partner sich so verhält, fühle ich mich schlecht. Nein, sagt Hubert. Ich fühle mich nicht schlecht, weil er sich so verhält. Ich wähle mein Gefühl. Das ist ein kompletter Quantensprung: zu erkennen, dass ich wähle, wie ich auf jede Situation antworte – mit Konflikt oder mit Frieden, mit Angst oder in der Liebe.
Alles ernst nehmen, alles persönlich nehmen
Wie sich ein ungeschulter Geist im Alltag anfühlt, zeigt Hubert an einem Beispiel, das fast peinlich vertraut ist. Wurde er zu einer Geburtstagsfeier eingeladen, dachte er: Jetzt laden sie mich schon wieder ein, jetzt muss ich mir wieder ein Geschenk überlegen und anständig angezogen auftreten. Wurde er nicht eingeladen, dachte er: Die mögen mich nicht, auf mich wird immer vergessen. Ein starker Schmerz im Herzen – das Gefühl, zurückgewiesen zu werden, dass die anderen beliebter sind, dass es bei ihm immer falsch läuft.
Irgendwann sagte er: Ich habe genug von diesem Gefühl. Es muss etwas anderes geben. Das war eine seiner Motivationen, mit der Geistesschulung anzufangen. Heute fühlt er sich frei. Manchmal wird er eingeladen, manchmal nicht – und beides ist in Ordnung.
Overthinking: Im Denken liegt nicht die Lösung
Die einzige Krankheit, an der Hubert je gelitten hat, nennt er Overthinking. Immer gedacht und gedacht, vom nächsten Gedanken zum nächsten gesprungen. Wenn es um ein Problem ging, dachte und glaubte er: Im Denken liegt die Lösung. Das hat ihn müde gemacht.
Heute sagt er aus Erfahrung: Im Denken liegt nicht die Lösung. Indem ich mich mit meinen Gedanken identifiziere, liegt nicht die Lösung. Sie liegt darin, den Geist still werden zu lassen und sich nicht mehr mit den Gedanken zu identifizieren. Er nennt das die Quantenlösung – weil sie nicht auf derselben Ebene liegt wie das Problem. Verkopft sein heißt, Antworten dort zu suchen, wo nur Fragen sind. Der stille Geist ist der Ort, an dem Gewissheit auftaucht.
Die Matrix niederlegen
Hubert erinnert an den Film Matrix: Diese Welt, wie ich sie erlebe, ist eine Matrix – gemacht mit meinen Gedanken. Meine Lebensgeschichte, so wie ich sie erzähle, habe ich mit Gedanken gemacht. Es gibt keine Außenwelt getrennt von mir; es ist alles eine Geschichte in meinem Geist. Und so, wie ich mir die Geschichte der Traumata, der Opferrolle und des „es geht mir so schlecht“ erzählen kann, kann ich sie auch niederlegen – wie ein Blatt Papier – und in der Stille die Wahrheit kommen lassen. Alles ist bereits da. Wie man Geschichten niederlegt, lernt man durch die geistige Schulung des Kurses. Und dann lässt man etwas ganz Neues in den Geist schreiben.
Agieren statt reagieren
Was das im Alltag bedeutet, beschreibt Hubert mit einem Beispiel aus den USA: Eine Kurslehrerin arbeitet dort mit Schauspielern und Menschen des öffentlichen Lebens, die vor der Kamera stehen. Sie lernen, aus dem Frieden zu sprechen, aus innerer Zentriertheit – zu agieren statt zu reagieren. Die Angst ist ja immer: Der könnte eine Frage stellen, die ich nicht beantworten kann, der könnte mich bloßstellen. Dann bin ich beim Reagieren – und im Reagieren bin ich in der Angst. Wenn ich aber im Frieden bin, wird es ein Agieren. Das ist für Hubert Freiheit: Ich kann in der Welt sein, alles tun, was ich bisher getan habe – aber mit einer neuen inneren Ausrichtung.
Wie Geistesschulung praktisch geht
Nichts davon passiert durch Verstehen. Es passiert durch Wiederholung. Der Kurs gibt jeden Tag eine Lektion – einen Gedanken, den man morgens liest, über den Tag anwendet und abends kurz nachklingen lässt. Mit der Zeit wird der Geist ruhiger, nicht weil man ihn zwingt, sondern weil man ihm einen anderen Lehrer gibt. Hubert erlebte den Moment in der Wiener U-Bahn: überfüllter Wagen, schwitzende, drängelnde Menschen – und sein Geist war still. Früher hätte ihn alles aufgeregt. Der Unterschied war nicht die U-Bahn.
Die Videos oben sind kurze Anstöße für genau diese Arbeit. Die Übung am Rand ist ein Anfang. Und wenn du merkst, dass du beim Training jemanden brauchst, der von außen schaut – Hubert nennt es Mentalcoaching, der Kurs nennt es Geistesschulung –, dann sprich ihn an.
Häufige Fragen
Ich denke zu viel – ist das nicht einfach mein Charakter?
Hubert nennt Overthinking die einzige Krankheit, an der er je gelitten hat. Er hielt sie für seine Natur. Der Kurs zeigt: Es ist eine Gewohnheit des ungeschulten Geistes – und Gewohnheiten lassen sich trainieren wie Lesen und Schreiben. Die Lösung liegt nicht im besseren Denken, sondern im stillen Geist.
Ist Meditation dasselbe wie Geistesschulung?
Meditation ist ein Teil davon. Hubert geht es um mehr: still zu sein im Gespräch, in der U-Bahn, im Supermarkt – also mitten im Leben. Die Lektionen des Kurses sind dafür gebaut: kurze Gedanken, die man den ganzen Tag über anwendet, nicht nur auf dem Kissen.
Wie kann ich meine Gefühle wählen, wenn mein Partner mich wirklich schlecht behandelt?
Der Kurs sagt nicht, dass Verhalten egal ist. Er sagt, dass mein Gefühl aus meinem Gedanken über das Verhalten entsteht – und dass ich diesen Gedanken wählen kann. Das ist der Unterschied zwischen Opfer und Freiheit: Ich kann klar Grenzen setzen und trotzdem im Frieden bleiben.
Was ist mit dem Begriff „Matrix“ gemeint?
Hubert nutzt das Bild aus dem Film: Die Welt, wie ich sie erlebe, ist eine Geschichte in meinem Geist – gemacht aus Gedanken, Erwartungen, Erinnerungen. Wer das erkennt, kann die Geschichte niederlegen und etwas Neues schreiben lassen. Der Kurs nennt das Wunder: eine Veränderung der Wahrnehmung.