Glück & Erfüllung

Was ist Glück – und warum suchen wir am falschen Ort?

Glück ist mehr als ein kurzer Hochmoment. Hubert zeigt, wie innere Verbundenheit und Zufriedenheit die Suche nach immer mehr beenden.

Hubert Schlaucher · Glück

Kurzantwort

Worum geht es?

Glück ist für Hubert kein kurzer Hochmoment, den ein neues Auto oder das nächste Ziel auslöst. Solche Reize werden rasch selbstverständlich. Dauerhafteres Glück zeigt sich als innere Verbundenheit und Zufriedenheit. Es beginnt dort, wo du nicht mehr glaubst, noch etwas haben oder erreichen zu müssen, bevor du in Frieden sein darfst.

Was ist Glück? Vielleicht kennst du die vertraute Antwort: das neue Auto, eine gute Nachricht, ein erreichtes Ziel. Für einen Augenblick hebt sich etwas in dir. Doch kurz darauf ist das Neue normal geworden, und der Geist hält schon Ausschau nach dem Nächsten. Im Video greift Hubert genau diese Beobachtung auf. Er verweist auf die Glücksforschung und unterscheidet zwischen einem kurzen Glücksgefühl und einem Zustand von innerer Verbundenheit und Zufriedenheit. Nicht das Ereignis ist falsch. Nur die Hoffnung, es müsse dauerhaft erfüllen, führt wieder in die Suche.

Warum das Neue so schnell gewöhnlich wird

Ein neues Auto kann Freude machen. Hubert sagt nicht, dass wir uns darüber nicht freuen dürfen. Er lädt nur dazu ein, ehrlich hinzuschauen: Nach kurzer Zeit fahren wir damit wie mit dem alten. Aus dem Besonderen wird Alltag. Wenn unser Glück allein daran hing, brauchen wir bald einen neuen Reiz. So beginnt das leise Hamsterrad des Mehr: mehr Erfolg, mehr Anerkennung, mehr Sicherheit, eine bessere Wohnung oder das nächste Ziel.

Hubert kennt diese Bewegung aus seinem eigenen Leben in der Wirtschaft. Er erreichte Dinge und glaubte, das nächste Ergebnis werde die ersehnte Erfüllung bringen. Die Freude war da, aber sie blieb nicht. Der rastlose Geist verschob die Zufriedenheit in die Zukunft. Genau darin liegt der falsche Ort unserer Suche: Wir behandeln Glück wie einen Gegenstand, der noch fehlt, obwohl wir eigentlich nach einem inneren Zustand verlangen.

Glück ist innere Verbundenheit, innere Zufriedenheit.Hubert Schlaucher, Video „Was ist Glück“

Glück ist nicht dasselbe wie ein Glücksmoment

Ein Glücksmoment hängt häufig von einer Bedingung ab: Etwas geschieht so, wie ich es wollte. Das ist menschlich und darf sein. Doch wenn die Bedingung sich ändert, ändert sich auch das Gefühl. Hubert spricht deshalb im größeren Zusammenhang von Glückseligkeit: einem Frieden, der nicht bei jeder Nachricht in sein Gegenteil kippt. Das ist kein Dauerlächeln und keine Aufforderung, Schmerz zu verleugnen. Es ist die Erfahrung, dass unter wechselnden Umständen etwas Ruhiges in uns erreichbar bleibt.

Diese Sicht ist auch keine Garantie, jederzeit angenehm zu fühlen. Sie ist eine Einladung zur Geistesschulung. Ein Kurs in Wundern wird offiziell als spirituelles Selbststudium beschrieben. Die autorisierte deutsche Ausgabe erscheint beim Greuthof Verlag und umfasst Textbuch, Übungsbuch und Handbuch für Lehrer. Hubert spricht als langjähriger Schüler und Lehrer über seine persönliche Anwendung; er vertritt nicht offiziell den Verlag oder die herausgebenden Stiftungen.

Das „Ich brauche noch“ bemerken

Der entscheidende Satz im kurzen Video lautet: nicht immer denken, ich brauche noch mehr. Dieses Denken kann sehr fein sein. Vielleicht brauchst du angeblich erst eine Antwort, damit du ruhig wirst. Vielleicht soll ein Mensch sich anders verhalten, damit du zufrieden sein kannst. Vielleicht muss dein Alltag erst geordnet sein. Der Geist setzt eine Bedingung und sagt: Danach darfst du glücklich sein.

Du musst diese Gedanken nicht bekämpfen. Bemerke sie. Frag dich: Was verspreche ich mir davon? Ist es eine praktische Verbesserung, die ich vernünftig angehen kann, oder soll sie eine innere Leere füllen? Diese Unterscheidung nimmt dem äußeren Ziel nichts. Du kannst planen, arbeiten und genießen, ohne dein ganzes Glück darauf zu setzen.

Zufriedenheit heißt nicht Stillstand

Manche fürchten, Zufriedenheit mache passiv. Doch Hubert beschreibt keine Gleichgültigkeit. Wenn der innere Mangel nicht mehr antreibt, kann Handeln klarer werden. Du musst nicht aufhören, Wünsche zu haben. Du hörst nur auf, dich durch ihre Erfüllung vollständig machen zu wollen. Dann wird aus dem verbissenen Nachlaufen ein freieres Tun.

Das verändert auch Beziehungen. Wenn ein anderer Mensch nicht mehr dafür zuständig ist, dich vollständig zu machen, kann Nähe weniger fordernd werden. Du kannst zuhören, Grenzen setzen und ehrlich sein, ohne bei jeder Reaktion deinen Wert zu prüfen. Innere Verbundenheit beginnt damit, dass du dich im gegenwärtigen Augenblick nicht verlässt.

Eine kleine Unterbrechung der Suche

Nimm heute einen Moment, in dem der Satz „Ich brauche noch“ auftaucht. Halte kurz an. Spüre, was jetzt schon da ist: dein Atem, der Boden unter den Füßen, vielleicht ein Mensch in deiner Nähe. Sag nicht, dass alles perfekt sei. Frag nur, ob Frieden für diesen Augenblick wirklich von der nächsten Anschaffung oder Nachricht abhängt.

Glück wird so nicht hergestellt. Es wird weniger überdeckt. Das ist Huberts Einladung: Lass die kurzen Glücksmomente schön sein, aber verlange nicht von ihnen, deine innere Heimat zu ersetzen. Wenn du das übst, kann sich Zufriedenheit mitten im gewöhnlichen Leben zeigen. Nicht irgendwann, wenn alles erledigt ist, sondern jetzt, für diesen einen ehrlichen Moment.

Für heute

Vom Mehr zur Zufriedenheit

  1. Bemerke heute einen Gedanken, der mit „Ich brauche noch …“ beginnt, und sprich ihn ehrlich aus.
  2. Frag dich, ob du eine praktische Sache lösen willst oder von ihr dauerhafte innere Erfüllung erwartest.
  3. Halte eine Minute inne und nimm Atem, Körper und Umgebung wahr, ohne etwas verbessern zu müssen.
  4. Tu den nächsten sinnvollen Schritt aus Ruhe heraus und beobachte, ob er sich anders anfühlt.

Häufige Fragen

Darf ich mich über äußere Dinge nicht mehr freuen?

Doch. Hubert wertet Freude über ein Auto, ein Ziel oder eine gute Nachricht nicht ab. Er zeigt nur, dass solche Momente gewöhnlich werden und deshalb keine dauerhafte Zufriedenheit garantieren.

Bedeutet innere Zufriedenheit, keine Ziele mehr zu haben?

Nein. Du kannst planen, arbeiten und etwas erreichen. Der Unterschied liegt darin, ob du aus Freude handelst oder glaubst, erst durch das Ergebnis vollständig und glücklich zu werden.

Wie kann ich Glück im Alltag üben?

Bemerke den Gedanken „Ich brauche noch“, unterbrich ihn für einen Moment und prüfe, ob jetzt bereits Ruhe möglich ist. Regelmäßiges Hinschauen ist wichtiger als ein besonderes Erlebnis.

Vollständiges Video-Transkript lesen

Es gibt ja Glücksforscher, das ist ja auch interessant. Da gibt es in Innsbruck eine Professorin, Glücksforscherin. Da habe ich über das so einen Artikel mal gelesen von der. Die sagt: Wir glauben, Glück sei etwas ganz Kurzes. Wir sind glücklich, haben ein neues Auto. Und zwei Tage später ist das ganz normal geworden, dass ich das Auto fahre. Und das ist nicht Glück. Glück ist ein Seelenzustand. Glück ist innere Verbundenheit, innere Zufriedenheit spüren. Nicht immer denken: Ich brauche noch mehr.

Quellen und Einordnung

Die Auslegung auf dieser Seite ist Huberts persönliche Erfahrung und nicht die offizielle Interpretation der Rechteinhaber von Ein Kurs in Wundern®.

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